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Das Museo Cristiano in dom

Altare del Duca Rachtis

Das bedeutendste unter ihnen ist der steinerne Ratchis-Altar. Die Vorderseite zeigt Christus auf dem Thron, ihm stehen zwei Cherubinen zur Seite. Die sie umgebende Mandorla wird von vier Engeln gehalten. Auf der einen Seite ist die Heimsuchung mit der Jungfrau Maria und S. Elisabetta, die sich umarmen zu sehen, auf der anderen die Anbetung der Könige mit der Mutter Gottes auf dem Thron, die das Christuskind auf den Knien hält. Die Rückseite ist mit Kreuzen verziert und mit geometrischen Motiven geschmückt; ein kleines Fensterchen verbirgt im Innern das Reliquiar. 

Maiestas Domini, rilievo dell'Altare del Duca Rachtis

Oben zieht sich über die Front und die anderen drei Seiten des Altars eine Widmung, die ursprünglich in Mennige eingefärbt war: sie legt den Zeitraum für die Schaffung dieses Kunstwerkes auf die Jahre zwischen 737 und 744 fest, d.h. nach der Wahl von Ratchis zum Herzog von Friaul und vor seiner Wahl zum König der Langobarden. Die zentrale Anordnung sowie die relative Starre der Figuren, die Harmonie und das Gleichgewicht, mit denen diese trotz des relativ beschränkten Platzes im kompositorischen Entwurf angeordnet sind, zeigen Stileinflüsse aus Byzanz bzw. Ravenna; geometrische Assonanzen aus dem Orient finden sich vor allem bei den dekorativen Pflanzen- und Blumenmotiven.

All diese Komponenten finden ihre wenn auch gemäßigte Verwendung in der Mentalität des Steinmetzes (oder der Gruppe von Steinmetzen), der für die Arbeit verantwortlich zeichnet und reichlich aus fremdländischem Kulturgut schöpft. Er bedient sich unter anderem einer volkstümlichen Arbeitstechnik, und das bis zur Entstellung der physischen Formen, um so zumindest teilweise wieder zu den antiken Vorlagen der Hochrelief-Skulptur zu gelangen. Ein weiteres großartiges Monument, das im Museo Cristiano zu sehen ist, ist das Taufbecken des Callixtus. Es ist achteckig gestaltet, mit acht Bögen (einer davon ist nicht original), die auf ebenso vielen Säulen ruhen. Diese wiederum stehen auf einer Balustrade, in die marmorne Fragmente frühmittelalterlicher Chorschranken eingefügt sind. Das zum Untertauchen bestimmte Taufbecken befand sich ursprünglich im Vorgängerbau des Doms, im Baptisterium der S. Giovanni geweihten, vom Patriarchen Callixtus erbauten Taufkirche.  All diese Komponenten finden ihre wenn auch gemäßigte Verwendung in der Mentalität des Steinmetzes (oder der Gruppe von Steinmetzen), der für die Arbeit verantwortlich zeichnet und reichlich aus fremdländischem Kulturgut schöpft. Er bedient sich unter anderem einer volkstümlichen Arbeitstechnik, und das bis zur Entstellung der physischen Formen, um so zumindest teilweise wieder zu den antiken Vorlagen der Hochrelief-Skulptur zu gelangen.

Battistero ottagonale di Callisto

Ein weiteres großartiges Monument, das im Museo Cristiano zu sehen ist, ist das Taufbecken des Callixtus. Es ist achteckig gestaltet, mit acht Bögen (einer davon ist nicht original), die auf ebenso vielen Säulen ruhen. Diese wiederum stehen auf einer Balustrade, in die marmorne Fragmente frühmittelalterlicher Chorschranken eingefügt sind. Das zum Untertauchen bestimmte Taufbecken befand sich ursprünglich im Vorgängerbau des Doms, im Baptisterium der S. Giovanni geweihten, vom Patriarchen Callixtus erbauten Taufkirche.

Patriarchen-Stuhl aus dem XI. Jahrhundert Anmutig die Verzierung der Bögen (Weinreblinge und Weidenflechtwerk) und plastisch bemerkenswert gearbeitet die symbolischen Tierfiguren. Stilistisch perfekt die Kapitelle (ähnlich denen aus dem Tempietto S.Maria in Valle) mit den Akanthusblättern. Sie stammen wahrscheinlich schon aus dem V.-VI. Jahrhundert und wurden hier ein zweites Mal verwendet. Über die Bögen zieht sich eine Widmung, aus der die Zeit ihrer Errichtung zu ersehen ist: sie fällt in die Jahre nach dem Amtsantritt des aus Cormòns stammenden Patriarchen Callixtus in Cividale (737-756). Im Baptisterium stoßen klassisch-byzantinische und orientalische Stile aufeinander und vermischen sich; es herrscht allerdings ganz offensichtlich die geometrische Verzierung vor, wenn auch auf der Grundlage klassischer Einflüsse und mit Berufung auf den Naturalismus der glanzvollen Reblinge in den Archivolten. Im ornamentalen Aufbau nimmt die dicht gearbeitete Gruppe der aus dem Orient stammenden pflanzlichen und tierischen Phantasiemotive eine entscheidende Rolle ein. Gerade weil sie aus einem Kulturkreis stammen, in dem eine Darstellung der menschlichen Figur nicht vorgesehen war, beeinflussen sie in negativer Weise den beschwerlichen Prozess des Abendlandes, der figurativen Skulptur wieder zur Geltung zu verhelfen. Ein bedeutendes Beispiel dafür (oder zumindest ein Versuch) ist der Ratchis-Altar, der sicher zeitlich vor dem Tabernakel des Callixtus geschaffen wurde. Auf der einen Seite der Taufbeckenumrandung ist die sogenannte Sigwaldplatte eingearbeitet. Sie hatte ihren ursprünglichen Platz in der Kirche S. Giovanni Battista und ist, wie aus der zentralen Inschrift der Platte zu ersehen ist, dem Patriarchen Sigwald, Nachfolger des Callixtus, (756-786) gewidmet. In den Ecken sind jeweils in Kreisen die Symbole der vier Evangelisten wiedergegeben, jedes mit einer erklärenden Inschrift. Die beiden zentralen Bilder zeigen oben ein lateinisches Kreuz mit Rosetten, Palmen und Kandelabern, und unten den Lebensbaum mit Löwenköpfen, Tauben und einander zugewandten Greifen. Die jeweils nur zur Hälfte dargestellten Symbole der Evangelisten mit ihren erklärenden Schrifttafeln sind ziemlich frei mit nur geringem direktem Bezug der Natur (Adler, Ochse, Löwe) nachempfunden, während das birnenförmige Gesicht des Engels stark an die Figurendarstellungen des Ratchis-Altars erinnert. Bei den Verzierungen herrschen geometrische und tierische Motive aus dem orientalischen Fantasie-Repertoir vor. Vor dem Verlassen des Museo Cristiano werfen Sie bitte einen Blick auf die weiterhin hier vorhandenen Skulpturfragmente des frühen Mittelalters; besonders interessant sind einige Tabernakel-Giebelfelder, die aus der Sammlung des Tempietto stammen.

Testi tratti dalla guida" CIVIDALE del Friuli, introduzione e guida ai monumenti e all'arte della città ducale" di AMELIO TAGLIAFERRI

INFORMAZIONI E ORARI

MUSEO CRISTIANO e TESORO DEL DUOMO
Via G.B. Candotti, 1 – 33043 Cividale del Friuli ( UD)

tel. biglietteria +39 (0)432 730403 cell. prenotazioni +39 349 3541668
www.mucris.it


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